Do not Track: Eine interaktive Web-Doku über Überwachung im Netz
Brett Gaylor ist der Macher und Regisseur dieser Reihe, die die sich damit beschäftigt, wie wir im Internet verfolgt werden. (Beitrag in Englisch)
Brett Gaylor ist der Macher und Regisseur dieser Reihe, die die sich damit beschäftigt, wie wir im Internet verfolgt werden. (Beitrag in Englisch)
Mit „Do Not Track“ hat die französische Produktionsfirma Ubian gemeinsam mit dem BR, Arte und dem National Filmboard of Canada ein außergewöhnliches Fernsehformat geschaffen: In der Doku-Reihe sieht der Zuschauer in Echtzeit, was mit seinen Internet-Daten passiert. Bei MEEDIA verraten die Projektleiterinnen des Bayerischen Rundfunks erste Details.
Mit „Do Not Track“ startet heute eine interaktive Dokumentarfilmreihe über Online-Tracking und das Geschäft mit unseren Daten. Ein spannendes Projekt, das abstrakte Datenverarbeitung für den Nutzer erfahrbar macht.
Do not Track ist eine personalisierte Web-Serie, die den Teilnehmenden vor Augen führen will, wer was warum über uns weiß und wie mit dem Sammeln und Auswerten dieser Daten Geschäftsmodelle betrieben werden können.
Streaming statt linear Fernsehen ist nur ein erster Schritt. Einen weiteren gehen Sandra Marsch und Christiane Miethge vom Bayerischen Rundfunk (BR). Sie fesseln den Nutzer mit einer interaktiven Dokumentation. „Do Not Track“ ist eine personalisierte Web-Doku-Reihe über das weltweite Geschäft mit unseren Daten: Sieben interaktive Folgen, die vom 14. April bis 9. Juni jeweils im Abstand von zwei Wochen Online veröffentlicht werden. Was hinter dem Konzept steckt, wie es zu Stande kam und wieso die Personaliserung so wichtig ist, verraten Marsch und Miethge hier.
Immer mehr Hersteller entwickeln interaktive, webbasierte Spielzeuge. Zum Wohl der Kinder, für mehr Spielspaß und Sicherheit, sagen sie. Dass die Industrie damit die Daten von Kleinkindern sammelt und im Zweifelsfall auch vermarktet – das verschweigt die Werbung allerdings …
Amerikanische Versicherungen arbeiten schon an Modellen, wie sie mit Hilfe von Big Data die Gesundheitsrisiken oder die Lebenserwartung möglicher Kunden berechnen können. Vieles, was Menschen im Netz tun, lässt Rückschlüsse auf ihren Lebensstil zu. Essen sie Fast Food, machen sie genug Sport?
Kaum einer kennt das Unternehmen, dabei trägt es fast jeder in seiner Hosentasche herum: Die Analyse- und Werbeplattform Flurry ist weltweit auf 1,4 Milliarden Smartphones und Tablets installiert und zeichnet bei 540.000 unterschiedlichen Apps auf, was die Nutzer damit machen.
Fitness-Apps gehören inzwischen zur Standardausrüstung eines jeden Läufers. Doch was passiert mit den Daten? Wenn Konzerne wie Apple und IBM in Sachen Big Data gemeinsame Sache machen, dann sollte uns das mindestens beunruhigen.
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