Whistleblowerin Annie Machon „Die deutschen Geheimdienste betteln offenbar darum, der NSA Informationen liefern zu dürfen“

Annie Machon war eine Whistleblowerin, bevor der Begriff fast schon Teil der Popkultur wurde. Nach sechs Jahren beim britischen Geheimdienst MI5 konnte sie es nicht mehr mitansehen, wie der MI5 Minister ausspioniert, Telefone illegal abgehört und die Regierung belogen hat. Wir haben sie auf der re:publica in Berlin getroffen.

Auf Unternehmen könnten massive Kosten für Datenschutz zukommen

Nationale Regierungen wollen sie, die Industrie auch. EU-Gremien erarbeiten seit Jahren Vorschläge für die europäische Datenschutz-Grundverordnung. Doch die Anforderungen, die dadurch entstehen, könnten deutsche Unternehmen Milliarden kosten. Dies geht hervor aus einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

Fitness-Tracking: Was Verbraucher Versicherern über sich verraten

Gewicht, Blutdruck, Herzfrequenz – immer mehr Menschen zeichnen ihre Körperfunktionen regelmäßig auf, mit Fitness-Armbändern oder Smart-Watches. Die Krankenkassen reiben sich die Hände, denn diese Daten lassen Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand ihrer Kunden zu.

Datenschutz plötzlich egal? Jeder Dritte würde Gesundheitsdaten an die Krankenkasse weitergeben

Gut jeder dritte Smartphone-Nutzer (37 Prozent) kann sich vorstellen, diese Daten an die eigene Krankenkasse weiterzuleiten. Bei den Nutzern ab 65 Jahren ist es sogar fast die Hälfte (47 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Digitalverbands BITKOM. Jeder fünfte Befragte (19 Prozent) wünscht sich im Gegenzug zu einer Weiterleitung seiner Daten Versicherungsrabatte, 10 Prozent eine Prämie, zum Beispiel in Form von Geld oder eines Gutscheins. 7 Prozent aller befragten Smartphone-Nutzer würden einer Weiterleitung ihrer Daten ganz ohne Gegenleistung zustimmen. Bei den Nutzern ab 65 Jahren sind es sogar 33 Prozent, die keine Gegenleistung erwarten.

Dass der BND für die NSA im Inland spioniert haben soll, weitet sich zum Skandal aus

Der US-Geheimdienst NSA hat offenbar mit Hilfe des Bundesnachrichtendienstes jahrelang Ziele in Westeuropa und in Deutschland ausgespäht, darunter auch Airbus-Vorgänger EADS. Die SPD sieht Hinweise auf Wirtschaftsspionage durch die USA, die Grünen sprechen von einer neuen Dimension, die Linke sieht Landesverrat und verlangen den Rücktritt des BND-Präsidenten, der Generalbundesanwalt ermittelt und der NSA-Untersuchungsausschuss will die Ermittlungen unterstützen.

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